• Cyklop

    Cyklop

     

    In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts, in dem Entwurfstudio der Warschauer „Odlewnia Czcionek J. Idźkowski i S-ka“ (Schriftgießerei) wurde die Druckerschrift mit dem Namen Cyklop (Zyklop) bearbeitet. Für die Typen mit zwei Elementen, ohne Serifen ist ein großer Kontrast charakteristisch. Die vertikalen Striche sind wesentlich dicker als die horizontalen Striche. Die inneren Punzen der Buchstaben haben in der Mehrheit die Gestalt eines verlängerten Rechtecks. Dank dieser Tatsache haben die Zeichen eine unwiederholbare Gestalt.

    Cyklop, in Form von Blechtypen, wurde in der Kursivausführung in Größen von 8-48 pt hergestellt. Die Schrift wurde sehr intensiv in Zeitungstitularyen und Akzidenzvordrucken angewendet. Die Setzer griffen nach der Schrift in der Zwischenkriegszeit, in der Besetzungszeit in der Untergrundpresse. Sie wurde bis in die Anfänge des Offsetdruckes und Computersatzes angewendet. Zurzeit ist es sehr schwer diese Schrift in Form von Metalltypen zu finden.

    Die Typen habe ich unter Anwendung des Pakets Metatype1 generiert. Ich habe sie um den kompletten Satz der akzentuierten lateinischen Buchstaben und Zeichen, die in dem Originalsatz fehlen, ergänzt.

    Ich habe auch die einfache Art generiert, was sich als eine kompliziertere Aufgabe ergeben hat, als es früher ausgesehen hat. Im Buch von Filip Trzaska „Podstawy techniki wydawniczej“ („Die Grundlagen der Verlagstechnik“) (Warszawa 1967, Verlag CRZZ), wurden 11 Buchstaben des einfachen Cyklop gezeigt. Jedoch kann sogar F. Trzaska sich daran nicht mehr erinnern, woher diese Beispielbuchstaben stammen.

    Die Form Cyklop inspirierte viele Grafiker zu eigener Interpretation der Buchstabenkunst.

     

    Beispiele - dynamisch

     

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